Montag, 13. Oktober 2008

Materndienste

Der Begriff „Materndienst” stammt aus der Zeitungsproduktion und beschreibt eine „Kopierfunktion” von Druckplatten (Mater lat. Mutter). Diese wurde mit einer Papiermasse überzogen, welche ausgetrocknet wiederum als Druckvorlage verwendet werden konnte. Anfang des 20. Jahrhunderts konnten auf diesem Wege die Lokalzeitungen Materndienste mit überregionalen Nachrichten bei speziellen Redaktionsgemeinschaften abonnieren und als überregionale „Mantelseiten” zu ihren Lokalnachrichten nutzen.
Der damalige Vorteil: die leichte Mater ließ sich per Post verschicken. Kleine Verlage konnten ihren Lesern auch Themen bieten, die über die Regionalberichterstattung hinaus gingen.

Heute hat die Pappe längst ausgedient – der Begriff aber ist auch für die heute üblichen elektronischen Druck- und Sendedateien geblieben. Heute kommen Materndienste als Reichweitenverstärker von PR Botschaften zum Einsatz und werden zur Erfolgsabsicherung der klassischen Pressearbeit genutzt.